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Österreichs Nationalteam der Herren steht in Jekaterinburg im EM-Finale. Durch zwei Siege von Robert Gardos und einem von Stefan Fegerl feierte die ÖTTV-Truppe am Montag im Semifinale gegen Weißrussland einen 3:1-Erfolg.

Der Gegner war aber ohne Jewgeni Tschtschetinin und seinen Star Wladimir Samsonow angetreten, beim Ex-Europameister war eine Knöchelverletzung akut geworden.

Es ist die zweite EM-Finalteilnahme eines ÖTTV-Herren-Teams. Vor zehn Jahren in Aarhus waren Werner Schlager, Chen Weixing und Gardos im Endspiel Gastgeber Dänemark 2:3 unterlegen. Zudem schafften Österreichs Damen im Vorjahr den Finaleinzug, in Lissabon gab es nach einem 0:3 gegen Deutschland ebenfalls Silber. Finalgegner der Österreicher, die zuvor Titelverteidiger Portugal mit 3:2 entthront hatten, in Russland ist am Dienstag (14.00 Uhr MESZ) der Sieger aus Deutschland gegen Frankreich (Montag, 16.00 Uhr).

Habesohn kassierte die einzige Niederlage gegen Weißrussland

Wie in den Spielen zuvor machte Gardos den Anfang, der Routinier startete gegen Gleb Schamurek zwar verhalten und hatte bei 7:10 drei Satzbälle abzuwehren, nach einem 12:10 holte er die folgenden beiden Durchgänge klar mit 11:1 und 11:3. Fegerl musste anschließend bei einer 2:0-Führung gegen Pawel Platonow den ersten Satzverlust zulassen, stellte mit einem knappen 14:12 in Satz vier aber auf 2:0.

Habesohn verliert überraschend

Nicht eingeplant war allerdings die Niederlage von Daniel Habesohn im dritten Spiel. Der Wiener fand gegen den 17-jährigen Aliaksandr Chanin überhaupt nicht ins Spiel und musste eine unerwartete 1:3-Pleite in Kauf nehmen. Somit blieb es Teamleader Gardos vorbehalten, den Einzug ins Endspiel zu fixieren. In seinem zweiten Einzel gegen Platonow war er vom ersten Ballwechsel fokussiert und hielt den Weißrussen mit 3:0 sicher in Schach.

„Auch wenn bei den Weißrussen zwei jungen Spieler nominiert waren, war es kein leichtes Spiel. Sie haben alle ein gutes Service und können mit der Vorhand Druck erzeugen. Aber am Ende konnten wir uns glaube ich verdient durchsetzen“, bilanzierte Gardos.

Mit seiner EM-Leistung zufrieden ist bisher auch Fegerl:

„Spielerisch bringen ich vielleicht noch nicht alles, aber mein Nervenkostüm hält. Ich habe die Mannschaft dreimal vor einer Niederlage und dem Ausscheiden bewahrt. Es ist ein schönes Gefühl, dem Team in so wichtigen Phasen helfen zu können.“

Quelle: ORF