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Die erfolgreichen SFP-Spieler Raimund Heigl, Helmut Schwarz, Martina Meißl, Gertraud Heigl, Tobias Scherer und Martin Kothgasser

Die erfolgreichen SFP-SpielerInnen Raimund Heigl, Helmut Schwarz, Martina Meißl, Gertraud Heigl, Tobias Scherer und Martin Kothgasser

Ein Mal Gold, drei Mal Silber und drei Mal Bronze lautet die eindrucksvolle Medaillenstatistik von Feldkirchen-Puch bei den steirischen Meisterschaften in Kapfenberg. Damit war SFP hinter den überragenden Kapfenbergern der zweitbeste Verein der Steiermark!

Höchst erfolgreich gestalteten sich die steirischen Tischtennis-Meisterschaften in Kapfenberg für die Vertreter der Spielgemeinschaft Feldkirchen-Puch. Das sechsköpfige Team schaffte insgesamt sieben Medaillen, eines der besten Abschneiden der Geschichte. Dass gegen die Bundesligatruppe aus Kapfenberg kein Kraut gewachsen ist, war klar, doch dahinter scheint jetzt bereits Feldkirchen in der Medaillenanzahl auf, vor Gratwein, Leoben, Don Bosco oder den Damen-Größen Übelbach, Post oder Unzmarkt. Eine Situation, die vor einigen Jahrne noch komplett unrealistisch erschienen war.

Ganz oben standen die Feldkirchner wieder einmal im Mixed-Doppel: Tobias Scherer und Langzeitpartnerin Lisa Storer holten ihren zweiten Titel nach 2014, im Vorjahr hatten sie im Finale gegen David Vorcnik/Nicole Galitschitsch verloren, die sie dann ihrerseits im Finale der österreichischen U21-Titelkämpfe bezwangen. Während das Finale gegen die Abwehrspieler Hannes Zenz und Esther Fellner (Kapfenberg/Unzmarkt) eine klare Sache war, zitterte das Erfolgsduo im Viertelfinale, ausgerechnet gegen eine weitere SFP-Spielerin, Martina Meißl, die diesmal mit Martin Köberl (Leoben) antrat. Tobi und Lisa konnten sich erst im fünften Satz durchsetzen. Für die zweifachen Meister Helmut Schwarz und Gertraud Heigl war diesmal schon im Viertelfinale Endstation gegen Lukas Nepozitek/Julia Zeya (Gratwein/Post).

Für die größte Sensation der Titelkämpfe sorgte aber wohl das SFP-Damendoppel Gertraud Heigl/Martina Meißl. Die beiden Damen schafften im Halbfinale ein wohl von niemandem in der Halle erwartetes Kunststück, sie schalteten das topgesetzte Bundesliga-Duo Lisa und Daniela Storer aus! Vor allem für Martina, die erst vor vier Jahren wegen Racketlon, da ist sie aktuell die Nummer sechs der Welt, ernsthafter mit Tischtennis begonnen hat, war das natürlich eine ganz große Sache. In den vergangenen Jahren hatten Gertraud und Martina schon zwei Mal den dritten Platz belegt und in der aktuellen Damen-Landesligasaison blieben sie im Doppel bisher ungeschlagen. Dass es aber auch schon für so ein Top-Doppel wie die Storers reicht, hatten sie nicht einmal selbst für möglich gehalten. Im Finale unterlagen sie dann in vier Sätzen gegen die Paarung Claudia Schätzer/Esther Fellner.

Ebenfalls Silber gab es für Tobias Scherer im Juniorenbewerb. Nachdem er zuvor nicht gefordert war, weil der junge Michael Galitschitsch den angeschlagenen Stefan Hufnagl bezwungen hatte und Tobi somit ein recht einfaches Halbfinale hatte, musste er sich im Endspiel dem Kapfenberger Austro-Chinesen David Ye mit 1:3 geschlagen geben. Martin Kothgasser hatte eine weitere Medaille für SFP schon auf dem Schläger: Er hatte gegen Bundesligaspieler Christoph Peszternak im Viertelfinale schon einen Matchball, verlor dann aber unglücklich in fünf Sätzen.

Im Damen-Einzel holte sich Gertraud Heigl die in den vergangenen Jahren schon gewohnte Bronzemedaille. Im Viertelfinale setzte sie sich gegen Heike Jauck (Bruck) durch und im Halbfinale nahm sie der späteren Siegerin Lisa Storer immerhin einen Satz ab.

Ebenfalls Bronze holte das Doppel unserer beiden Bundesligaspieler Tobias Scherer und Helmut Schwarz. In einem sehenswerten Viertelfinale rangen sie nach schwachem Beginn die Kapfenberger Hannes Zenz und Oliver Heimrath noch nieder, was vor allem einer hervorragenden Taktik gegenüber dem variablen Spiel des Abwehrkönigs Zenz mit Angriffsspieler Heimrath lag.

In den Herren-Bewerben A, B und C reichte es für die SFP-Spieler zu keiner weiteren Medaille. Im C-Bewerb verlor Raimund Heigl im Viertelfinale gegen Philipp Walter von Don Bosco mit 1:3. Im B-Bewerb musste sich Helmut Schwarz als aussichtsreichster SFP-Vertreter dem späteren Sieger David Ye geschlagen geben. Im Hauptbewerb kämpfte sich Tobias Scherer ins Viertelfinale, wo er aber gegen Lukas Nepozitek (Gratwein), mit dem er häufig trainiert, ohne Satzgewinn blieb. Zuvor hatte Tobi seinen Coach Raimund Heigl mit 3:1 bezwungen. Dieser hatte nämlich in der ersten Hauptrunde für eine weitere nette Randnotiz aus SFP-Sicht gesorgt, indem er Junioren- und B-Bewerbssieger David Ye in fünf Sätzen niederrang. Ye hat in der laufenden Landesligasaison erst eine Niederlage erlitten, für den Ranglistenzweiten der Gebietsliga Südwest reichte es aber nicht…Sieger des A-Bewerbs wurde der topgesetzte Christoph Simoner, der sich im rein Kapfenberger Finale gegen seinen Klubkollegen David Vorcnik mit 3:0 durchsetzen konnte. Dritte wurden Hannes Zenz und Lukas Nepozitek.