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Die SFP-Bundesliga-Mannschaft mit Helmut Schwarz, Tobias Scherer und Gregor Zafostnik.

Die SFP-Bundesliga-Mannschaft mit Helmut Schwarz, Tobias Scherer und Gregor Zafoštnik.

Mit einem Sieg in Flötzersteig und einer Niederlage in Neusiedl am See hat die Spielgemeinschaft Feldkirchen-Puch den Grunddurchgang der 2. Bundesliga B beendet. Das erklärte Saisonziel, Rang zehn und damit der Klassenerhalt, wurde somit erreicht!

Und da ist sie auch schon wieder vorbei, die erste Bundesligasaison in der Geschichte der Spielgemeinschaft Feldkirchen-Puch. Zum Abschluss gab es das direkte Duell um Platz zehn bei Flötzersteig Wien, das schon am Freitag Abend ausgetragen wurde. Unsere Truppe zeigte sich noch einmal von ihrer besten Seite: Gregor Zafoštnik ließ gegen alle drei Wiener nichts anbrennen und fuhr drei Siege ein. Tobias Scherer setzte sich gegen Michael Kraft und Chen Rui durch (im Herbst hatte er gegen Flötzersteig noch 0:3 gespielt) und Helmut Schwarz bezwang wie im Hinspiel Chen Rui. Das machte am Ende einen sicheren 6:2-Sieg. Am Samstag hatte die SFP-Truppe sogar noch die Chance auf Platz 9, dazu hätte es aber eines Punktes in Neusiedl am See bedurft. In einem emotionalen Spiel, in dem Gregor von Schiedsrichter Mandl wegen Fluchens mit einem Punktabzug bestraft wurde, reichte es am Ende nicht. Gregor schaffte zwar wieder drei Siege, doch Tobias und Heli ließen sich von der Hektik in der Partie etwas aus der Fassung bringen und konnten so keine Siege mehr einfahren – Endstand 3:6.

Der zehnte Platz ist aber genau das, was sich die sportliche Führung und die Mannschaft vor der Saison vorgenommen haben. „Wir haben trotz nur zwei Bonuspunkten beim Eröffnungsturnier aus eigener Kraft den Klassenerhalt geschafft und das, obwohl wir die gesamte Saison ohne unsere verletzte Nummer drei, Alexander Nöst, auskommen mussten. Das war wirklich ein gelungener Einstand in der Bundesliga“, resümierte SFP-Sportdirektor Raimund Heigl. „Wir sind in der Liga angekommen, im nächsten Jahr werden wir versuchen, noch eines draufzusetzen“, meinte ein motivierter Kapitän Tobias Scherer.

Gregor Zafoštnik erwies sich als hervorragender Neuzugang, der alle in ihn gesetzten Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt hat. „Er ist nicht nur ein Topspieler, der die Mannschaft geführt hat, sondern auch menschlich top. Wir freuen uns, dass wir auch in den nächsten Jahren mit ihm zusammenarbeiten werden“, so Raimund Heigl, der sich mit dem Fünftplatzierten der Einzelrangliste  (51 Siege!) schon vor Wochen auf eine Fortsetzung des Engagements geeinigt hat. Für Tobias hat die erste Bundesligasaison im Feldkirchner Trikot eine beachtliche Steigerung gegenüber jenen beiden Jahren für Don Bosco gebracht: Hatte er damals 7 bzw. 9 Einzelsiege eingefahren, waren es heuer bereits 23. Und Altmeister Helmut Schwarz, im jüngsten ÖTTV-Magazin als „Nachwuchshoffnung der Feldkirchner“ bezeichnet, kämpfte sich verbissen durch die Saison und steuerte 8 wichtige Einzelsiege bei. „Für die Bereitschaft, nach 12 Jahren Bundesliga-Pause mit 55 Jahren noch einmal auf diesem Level für den verletzten Alex einzuspringen, möchte ich Heli noch einmal ein ganz herzliches DANKE sagen“, meinte der Sportdirektor.

Seine Kritik an dem Bundesliga-Format mit dem Eröffnungsturnier erneuerte er aber auch noch einmal: „Dieses Eröffnungsturnier ist in der Wertigkeit komplett überbewertet. Innsbruck hat sich 9 Bonuspunkte abgeholt. Damit waren sie aus dem Abstiegskampf draußen. Wir haben in der regulären Meisterschaft, um die es ja eigentlich geht, 6 Punkte mehr geholt und konnten sie trotzdem nicht mehr einholen. Wie sollen Teams wie Flötzersteig oder wir das aufholen? Das verfälscht die ganze Liga, denn solche Mannschaften können dann fallweise auf ihre Topspieler verzichten und man ist davon abhängig, ob sie gerade in Bestbesetzung gegen einen antreten oder nicht. Heuer war es nicht entscheidend, hätte es aber sein können“, meinte Raimund Heigl abschließend. Apropos Abschluss: Der findet am 22./23. Mai in Baden bei Wien statt. Beim Abschlussturnier wird SFP zunächst gegen den Neuntplatzierten der Gruppe A, TTC Gratwein, ein steirisches Derby bestreiten.