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SFP-Aufsteiger des Jahres 2016: Andi Gogolin.

SFP-Aufsteiger des Jahres 2016: Andi Gogolin.

Am Saisonende schauen wir nicht nur auf Meistertitel, Abstiege oder Medaillen, sondern auch auf die Rookie-Wertung in der Computerrangliste. Wer hat also gegenüber dem Vorjahr den größten Sprung nach oben gemacht. Das Ergebnis ist überraschend.

Die Rangliste wird schon immer mit Spannung erwartet und Martin Kothgasser fragte den SFP-Sportchef schon vor ein paar Wochen: „Raimund, bin ich heuer Rookie of the Year?“ Er wusste um seine immense Verbesserung von 168 Punkten seit der Sommerpause 2015 und dass dies üblicherweise zu dem begehrten Titel reicht. Zum Vergleich: Im Vorjahr gewann Michael Graf die SFP-interne Krone mit einer Verbesserung von 166 Punkten gegenüber dem Jahr davor. Doch heuer reicht plus 168 nur zum undankbaren vierten Platz. Denn ganz vorne steht heuer einer, der eine grandiose Saison hingelegt hat. Plus 364 Punkte hat er geholt! Wer kann das sein? Andi Gogolin, vor zwei Jahren aus Klagenfurt zu SFP gestoßen, ist im zweiten Jahr so richtig aufgeblüht. Steiermarkweit bedeutet diese Verbesserung für den 48-Jährigen den zweiten Platz aller Spieler, lediglich Jan-Pieter da Re aus Voitsberg hat sich noch um ein paar Punkte mehr verbessert. Auch auf dem zweiten Platz landete ein Spieler, den zu Saisonbeginn wohl niemand auf der Rechnung hatte, ganz einfach, weil er da gar nicht gespielt hat. Die Rede ist von Julian Stefanetti, der sich gleich um 262 Punkte gesteigert hat und damit deutlich besser gespielt hat, als vor seiner dreijährigen Pause, damals war er ja schon in der Landesliga aktiv. Herausragendste Siege von Julian waren gegen Lukas Heidorn und Marinko „Halleluja“ Draguljic in der Unterliga sowie natürlich gegen Markus Pölzl, damals schon leicht angeschlagen, in der Landesliga. Auf Rang drei der SFP-Rookie-Wertung folgt ein echter Aufsteiger, der erst elfjährige Thomas Novak mit 202 Punkten Zuwachs. Man braucht kein großer Prophet zu sein, wenn man behauptet, dass er in diesem Ranking auch in den nächsten Jahren ganz weit vorne zu finden sein wird.

Hinter dem erwähnten Martin Kothgasser folgen vier weitere Spieler aus der SFP-Nachwuchsschmiede, nämlich Maximilian Schauer, Lukas Ettinger, Hanlin Zhou und Miriam Müller. Bis Rang 15 gibt es überhaupt nur vier Spieler, die ihren 21. Geburtstag schon hinter sich haben, also in keiner Nachwuchsklasse mehr spielberechtigt sind. Neben Andi Gogolin sind das Vorjahressieger Michael Graf, Irmgard Fruhwirth mit plus 91 Punkten auf Rang zehn (Respekt!) sowie Kevin Klemm. Auch die plus 65 Punkte von Peter Waiker (Rang 16) im zarten Alter von 63 Jahren verdienen eine Erwähnung. Wie überhaupt auffällt, dass es heuer ein gutes Jahr für unsere Spieler war, denn immerhin 25 Spieler konnten ein Plus erspielen. Im Vorjahr waren es (trotz vier Aufstiegen) beispielsweise nur zehn.

Dass Meisterschaftserfolge nicht unbedingt gleichbedeutend sind mit einem Plus des Spielers im Jahresvergleich kann man anhand der Meistermannschaft in der Gebietsliga Südwest illustrieren: Kein einziger Spieler – respektive Spielerin – hat sich verbessert, obwohl der Meistertitel in komplett überlegener Manier eingefahren wurde. Hannes Offenbacher verlor 19 Punkte, Manfred Klinger deren 29. Gertraud Heigl verlor in der gesamten Saison nur drei Matches, wobei man die Niederlagen gegen Lisa Storer bei den steirischen Meisterschaften und Lukas Heidorn in der Unterliga unter „kann schon mal passieren“ einordnen kann und die kosteten sie auch fast nichts. Die Niederlage in der Damen-Landesliga gegen Katharina Plattner kostete sie aber satte 112 Punkte für ein einziges Spiel, weil sie zuvor einen sehr hohen Unsicherheitsfaktor in ihrer Wertung hatte. Mit den 18 Siegen (in der Gebietsliga blieb sie ungeschlagen) holte sie zumindest die Hälfte davon wieder auf. Ähnlich erging es ihrem Bruder Raimund, der mit minus 91 Punkten die SFP-interne Jahreswertung als zweitschlechtester Spieler abschloss, aber trotzdem Ranglistenzweiter der Gebietsliga wurde. Eine Besonderheit schaffte übrigens Helmut Burschet, denn obwohl er immerhin 14 Matches in die Wertung brachte, stand er am Ende exakt bei der gleichen Punktezahl wie am Saisonbeginn.

Die komplette Liste:

1. Gogolin Andrzej (1152) +364
2. Stefanetti Julian (1383) +262
3. Novak Thomas (544) +202
4. Kothgasser Martin (1669) +168
5. Schauer Maximilian (244) +144
6. Ettinger Lukas (523) +124
7. Michael Graf (1288) +122
8. Zhou Hanlin (487) +123
9. Sever Marco (420) +109
10. Müller Miriam (376) +97
11. Fruhwirth Irmgard (778) +91
12. Scherer Tobias (2005) +82
13. Grafeneder Jonas (953) +78
14. Klemm Kevin (1695) +77
15. Novak Paul (526) +76
16. Meißl Martina (777) +67
17. Waiker Peter (1269) +65
18. Koller Heike (805) +52
19. Pracher Harald (1058) +45
20. Tropper Thomas (946) +27
21. Nöst Alexander (1894) +20
22. Vretscha Christian (1292) +13
23. Mayer Benjamin (739) +9
24. Inffeld Volker (865) +5
25. Zach Willi (1179) +3
26. Lamb Jannik (141) +1
27. Burschet Helmut (1081) +-0
28. Neuhold Jürgen (1173) -3
29. Neger Christoph (1016) -7
30. Likawetz Matthias (972) -14
31. Offenbacher Hannes (1370) -19
32. Kröpfl Andreas (1636) -24
33. Oberlenz Ingrid (838) -24
34. Zafoštnik Gregor (2267) -26
35. Schwarz Helmut (1845) -27
36. Klinger Manfred (1228) -29
37. Mosettig Attilio (977) -31
38. Sidak Herbert (1771) -37
39. Umgeher Marco (1021) -38
40. Heigl Gertraud (1445) -54
41. Pinkl Gerald (1521) -55
42. Kunz Thomas (1263) -60
43. Temmer Robert (1654) -64
44. Zenz Heimo (1618) -69
45. Stoisser Peter (698) -69
46. Faschauner Stefan (1285) -68
47. Lendl Lukas (1109) -74
48. Heigl Raimund (1519) -91
49. Leitner Mark (1181) -103