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Beim zweiten Durchgang zur steirischen Nachwuchs-Superliga krönte Jakob Remling mit dem Sieg in Gruppe 5 sein unglaubliches Jahr. Sieg in der U13-Quali im Mai, Sieg in der Gruppe 6 im Oktober und jetzt Sieg in der Gruppe 5! Jan Gnaser belegte in der U11-Quali Rang zwei, für die anderen SFP-Spieler lief es diesmal nur mittelmäßig.

Man kann es kurz machen: Wie sich eine Niederlage in der steirischen Nachwuchs-Superliga anfühlt, das kann Jakob Remling nicht beantworten, ganz einfach, weil er in der höchsten steirischen Nachwuchs-Spielklasse noch nie ein Match verloren hat! Die Geschichte liest sich fast ein bisschen unglaubwürdig, daher hier die Entwicklung noch einmal im Zeitraffer: Im Jänner meldet sich Jakob beim TTC Feldkirchen an und trainiert zum ersten Mal vereinsmäßig. Die SFP-Trainer sind von seinen vor allem in der Schule (Sport-MS Bruckner, danke Peter Trutnovsky für die Vermittlung eines weiteren großen Talents!) erlernten Fähigkeiten rasch angetan und melden Jakob knapp nach seinem 12. Geburtstag schon für die steirischen U13-Meisterschaften im April erstmals für die Meisterschaft an. Dort geht es ihm auf Anhieb gut, neben vielen weiteren Spielern schlägt er auch die Nummer elf der Rangliste. Im Mai versucht er sich dann in der U13-Qualifikation der Nachwuchs-Superliga. Er gewinnt seine drei Gruppenspiele souverän und setzt sich auch in der Hauptrunde der besten sechs mit fünf weiteren Erfolgen problemlos durch.

„Während viele andere zögern und schupfen, nimmt er sein Herz einfach in die Hand und greift an. Das taugt mir, weil das ist der einzige Weg nach oben!“ – Raimund Heigl

Beim ersten Durchgang des neuen Jahres spielt er damit erstmals in der Gruppenphase, als U13-Spieler steigt er in der sechsten der sieben Gruppen ein (die Siebener gehört den U11ern). Auch in diesem Durchgang gewinnt er alle seine sechs Matches und steigt somit eine Gruppe höher auf. Jetzt, am 8. Dezember, spielt er also schon in Gruppe 5 und lässt sich auch dort nicht lumpen: Sieben Spiele, sieben Siege! Betreuer Tobias Scherer zeigte sich begeistert: „Jakob hat immer das Spiel gemacht und seine Gegner mit seinem super Vorhand-Topspin dominiert. Während viele andere zögern und schupfen, nimmt er sein Herz einfach in die Hand und greift an. Das taugt mir, weil das ist der einzige Weg nach oben!“, so der SFP-Bundesligaspieler. Beim nächsten Mal im neuen Jahr wird Jakob also schon in der Gruppe 4, wo es auch schon gegen U15-Spieler geht, antreten. Obwohl fast alle Spieler punktemäßig vor ihm liegen, will er auch dort angreifen. „Ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt er selbstbewusst. Jakob ist der erste SFP-Spieler seit Lukas Lendl in den Saisonen 2011/2012 und 2012/2013, der so einen Lauf hinlegt. Luki hatte damals das Kunststück zu Wege gebracht, in der noch elf Gruppen umfassenden NSL sieben Mal in Folge aufzusteigen (allerdings auch oft als Zweiter, was heute nicht mehr möglich ist)!

Zu den weiteren SFP-Ergebnissen des zweiten NSL-Durchgangs in Kapfenberg. Thomas Novak ging es in der Gruppe 4 diesmal nicht so gut: Er verlor drei Matches und wurde nur Vierter, eigentlich hatte er den Aufstieg angestrebt. Jetzt darf man auch auf das direkte Duell mit Jakob beim nächsten Mal gespannt sein. Paul Novak hätte eigentlich auch in dieser Gruppe spielen sollen, doch er musste leider am Matchtag krankheitsbedingt absagen.

In der Gruppe 6 spielten Maxi Schauer und Jannik Lamb. Maxi zeigte seine üblichen Leistungsschwankungen, unglaublich tollen Punkten ließ er unglaublich dumme Eigenfehler folgen. Damit bestrafte er sich leider selbst und verhinderte ein besseres Abschneiden – mit Rang fünf bleibt er aber in der Gruppe und kann es das nächste Mal besser machen. Jannik Lamb, der sich beim ersten Durchgang wieder qualifiziert hatte, erwischte nicht seinen besten Tag und schied ohne Sieg wieder aus der NSL aus.

Jan Gnaser spielte ein super Turnier und wurde Zweiter der U11-Quali.

Drei SFP-Spieler versuchten sich auch in den Qualifikationen: Am besten erging es hierbei dem Jüngsten, Jan Gnaser in der U11-Quali. Er gewann neun von zehn Matches (Satzverhältnis 27:4), musste sich nur dem überragenden Paul Zotter von Indigo geschlagen geben, der keinen einzigen Satz verlor (!), und wurde Zweiter. Nach Regulativ reicht das nicht direkt für die Qualifikation zur Gruppe sieben, aber vielleicht kann Jan ja von einer Zurückziehung profitieren. In der U13-Quali wurde Christian Holzbauer mit fünf Siegen und vier Niederlagen Fünfter und in der U15-Quali wurde Marco Sever mit fünf Siegen und drei Niederlagen Vierter. Auch sie schafften also positive Spielverhältnisse, um den Aufstieg zu schaffen, müssen sie aber an ihrer Konstanz arbeiten.

Am Samstag folgt noch der U13-Durchgang in Übelbach, wo Jan und Christian an der Tabellenspitze liegen und in zwei Wochen der U18-Durchgang in Kapfenberg, dann ist ein intensiver Wettkampf-Herbst für unsere Nachwuchsspieler vorbei.