Dass die SFP-Spieler nicht nur mit dem Tischtennisschläger umgehen können, ist hinlänglich bekannt, bewiesen haben sie das wieder einmal beim Racketlonturnier in Graz. Allen voran Jonas Grafeneder, der erstmals in ein Elite-Finale einzog.

Eigentlich handelt es sich hierbei ja um die Seite der Tischtennis-Spielgemeinschaft Feldkirchen-Puch, doch ein paar Mal im Jahr dürfen auch Beiträge zur Sportart Racketlon nicht fehlen. Am Samstag fand in Graz wieder ein Turnier dieses Schläger-Vierkampfs aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis statt und gleich sieben SFP-Tischtennisspieler nahmen daran teil. Und das mit herausragendem Erfolg! Das Turnier wurde auch von SFP-Mitgliedern organisiert, denn für die Turnierleitung waren Peter Stoisser, Jonas Grafeneder und der steirische Racketlon-Präsident Raimund Heigl verantwortlich. Und auch Michael Karacsonyi, Martina Meißl, Tobias Scherer und Alexander Nöst nahmen erfolgreich teil.

SFP-Sportchef Raimund Heigl fuhr zwei Jahre nach seinem eigentlichen Racketlon-Karriere-Ende wegen seiner Hüftverletzung einen überraschenden fünften Platz im Herren-Amateure-Bewerb ein. Vor allem sein erstes Match gegen Markus Schilha, gegen den er zwei Mal verloren hat, als er Racketlon noch trainiert hatte, war herausragend. Nach zwei abgewehrten Matchbällen holte er sich den Tennis-Satz noch mit 22:20 und gewann am Ende nach vier Sportarten mit einem einzigen Punkt Vorsprung. Ebenfalls im Amateurbewerb trat SFP-Bundesligaspieler Tobias Scherer an. Mit 14 Jahren hatte er – gewissermaßen als Kind – seinen bisher letzten Racketlon bestritten, jetzt kehrte er sechs Jahre später in die Szene zurück – und wie! Er schaltete höher eingeschätzte Spieler aus – unter anderen auch den Kapfenberger Tischtennis-Bundesligaspieler Patrick Peitler – und zog in das Finale ein. Dort rang er den laufstarken Kärntner Andreas Hölbling nieder und holte sich tatsächlich den Turniersieg!

Tobias Scherer mit ungewöhnlichem Arbeitsgerät – dem Squash-Schläger

Alle anderen SFP-Teilnehmer spielten in der Racketlon-Elite, also unter den besten Spielern der Steiermark. Michael Karacsonyi konnte sich nach zwei Jahren Verletzungspause darüber freuen, dass Turnier gesund absolvieren zu können und wurde 11. Co-Turnierleiter Peter Stoisser, der mit dem Lastwagen die Tischtennistische aus Feldkirchen in das Hotel Paradies und wieder zurück brachte, erwischte nicht seinen besten Tag und musste sich mit Rang sieben begnügen.

Martina Meißl war extra aus England, wo sie in diesem Jahr arbeitet, angereist und belegte den geteilten fünften Platz. Sie bezwang ihren Gleisdorfer Badminton-Kollegen Horst Schwarzenberger, einst einer der besten steirischen Schläger-Vierkämpfer, jetzt nach längerer Pause aber nicht in Bestform.

Ebenfalls eine Rückkehr nach Maß feierte Alexander Nöst. Erstmals nach seinem Kreuzbandriss und damit seit fast zwei Jahren wagte er sich wieder an die Herausforderung mit vier Rackets. Viel hat er nicht von seiner einstigen Stärke verloren, wie er mit seinem Sieg über Peter Stoisser bewies. Im Halbfinale verlor er gegen den aktuell besten Racketlonspieler der Steiermark, Michael Moitzi. Im Spiel um Platz drei packte Alex noch einmal sein Kämpferherz aus und rang den Burgenländern Philipp Patzelt, den wir ebenfalls aus der zweiten Tischtennis-Bundesliga kennen, nieder. Das Ergebnis (17:21, 17:21, 21:17, 21:15) spricht für die Ausgeglichenheit der beiden Spieler in allen vier Sportarten.

Alexander Nöst im Spiel um Platz drei beim Badminton

Das beste SFP-Ergebnis fuhr der jüngste Akteur ein: Der 19-jährige Jonas Grafeneder bezwang nach einem Freilos Schwarzenberger und Patzelt und zog erstmals in ein Elite-Finale ein. Dort gewann er gegen Michael Moitzi den Tischtennissatz mit 21:15, musste sich danach aber klar geschlagen geben (9:21, 8:21, 1:3). Der Ausflug hat den SFP-Spielern jedenfalls Spaß gemacht und sie freuen sich auf die beiden nächsten Turniere in der Steiermark am 22. Juli in Zeltweg und von 29. September bis 1. Oktober in Graz, wo im neuen Racket-Sport-Center in der Ragnitz die Staatsmeisterschaften ausgetragen werden. Hier werden einerseits Österreichs Topspieler zeigen, was sie drauf haben, andererseits gibt es aber auch die Chance für alle Hobbyspieler, in den Nebenbewerben mit dabei zu sein. Und diesmal auch in Doppel und Mixed!