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SFP war bei den steirischen Meisterschaften der U13/U11 mit dem Titel im U13-Mannschaftsbewerb und im Doppel (jeweils durch Thomas Novak und Jakob Remling) einer der dominierenden Vereine und setzte gemeinsam mit dem Atus Voitsberg auch als Veranstalter Akzente bei diesen Titelkämpfen, mit Rosen für alle Mütter am Muttertag und gemeinsamem Einmarsch aller Sportler.

Es war das ganz große Saisonziel der Spielgemeinschaft Feldkirchen-Puch und es wurde erreicht! Thomas Novak und Jakob Remling haben sich den steirischen Meistertitel im U13-Teambewerb gesichert. Nach souveräner Gruppenphase und überzeugendem Halbfinale gegen Mariazell stand unsere Truppe im Endspiel wie erwartet den topgesetzten Zwillingen Bischoy und Juliana Sarofem von Don Bosco Graz gegenüber.

Seit dem heurigen Jahr wird der Teambewerb gemischt ausgetragen, es können also reine Burschenteams, reine Mädchenteams oder Mädels und Buben gemischt antreten. Da sowohl Bischoy als auch Juliana aktuell die Nummer eins der steirischen U13-Rangliste sind, waren sie natürlich Favorit. Doch unsere Truppe hatte die beiden in der U15-Süd-Mannschaftsmeisterschaft in beiden Duellen geschlagen, wusste also um ihre Chance. Das Finale begann ganz und gar nicht nach dem Geschmack des Duos von SFP, das als Mitveranstalter dieser Titelkämpfe in Voitsberg Heimvorteil genoss: Das Doppel wurde klar mit 0:3 verloren. Danach verlor Jakob erwartungsgemäß gegen Bischoy und Tomi lag gegen Juliana schnell mit 0:1 in den Sätzen zurück. Den zweiten Durchgang gewann er ohne zu glänzen und danach begann er seine wahre Leistungsstärke zu zeigen und wurde immer stärker. So stellte er auf 1:2. In den beiden abschließenden Matches standen sich Thomas und Bischoy sowie Jakob und Juliana gegenüber. In beiden Spielen hatten die SFP-Spieler einen schnellen Rückstand aufgerissen. Tomi verlor den ersten Satz, spielte danach aber sensationelles Tischtennis und gewann mit 3:1. Jakob lag nach gewonnenem ersten Satz mit 1:2 zurück und bemerkte dann, dass Tomi am Nebentisch das Match gewonnen hatte. Er legte einen Gang zu und holte sich den vierten Satz klar. Danach war die Stimmung in der Halle unvergleichlich, ein echter Thriller musste in einem letzten, alles entscheidenden Satz entschieden werden. Jakob spielte sein bestes Tischtennis und holte sich bei 10:6 seinen ersten Matchball, den er mit einem krachenden Vorhand-Topspin in die Rückhand-Ecke eiskalt verwertete! SFP ist Meister der U13!

Das Bild des Triumphes: Thomas Novak (rechts) freut sich mit Jakob Remling nach dessen Sieg über Juliana Sarofem (links) über den Mannschaftsmeistertitel, Feldkirchen-Obmann Harald Pracher (im Hintergrund) als genießender Beobachter.

„Bei 0:2 habe ich selbst nicht mehr an einen Erfolg geglaubt. Aber sowohl Tomi als auch Jakob haben sich an ihrem eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen und aus scheinbar fast aussichtsloser Position zurück gefightet. Dieser Titel, gegen so starke Gegner wie es Juliana und Bischoy sind, war eine großartige Leistung meiner Jungs und für mich einer der schönsten Momente meiner Trainerlaufbahn“, meinte SFP-Coach Raimund Heigl bewegt und begeistert zugleich.

Unsere beiden anderen Mannschaften mit Max Schauer und Jan Gnaser sowie Jannik Lamb und Elias Lupascu agierten nicht in Bestform und schieden in der Gruppenphase aus.

Sieg auch im Doppel

Am zweiten Tag standen die Individualbewerbe auf dem Programm. Im U11-Einzel hatten wir mit Jan Gnaser einen Vertreter am Start. Er belegte in seiner Gruppe mit zwei Siegen und einer Niederlage den zweiten Platz, da aber nur die Gruppensieger weiter kamen, bedeutete das für ihn das Aus. Im U11-Doppel scheiterte er mit Stefan Weinhandl von Übelbach überraschend schon im Viertelfinale.

In der U13 waren wir mit drei Doppelpaaren vertreten. Christian Holzbauer/Jannik Lamb und Maxi Schauer/Jan Gnaser scheiterten leider schon zum Auftakt. Thomas Novak und Jakob Remling knüpften dagegen nahtlos an ihre Form vom Vortag an und spielten sich problemlos ins Endspiel. Dort stand den beiden mit Bischoy Sarofem ein alter Bekannter gegenüber, gemeinsam mit seinem Partner Daniel Frehsner, einem stark aufstrebenden Liezener. An diesem Tag reichte es noch nicht für Bischoy und Daniel – Tomi und Jakob waren ziemlich ungefährdet und holten sich ihren zweiten steirischen Meistertitel.

Jakob Remling (vorne) und Thomas Novak in Action

Im Mixed-Doppel kamen beide SFP-Spieler mit ihren Partnerinnen ins Halbfinale. Jakob mit Jorina Bauer von Übelbach und Thomas mit Tugsjargal Dashzeveg von Indigo. Dort war dann leider Endstation, bedeutet also zwei Bronzemedaillen für SFP.

Im U13-Einzel gab es viele hochklassige Matches zu sehen. Maxi Schauer qualifizierte sich als einer der zwei besten Gruppenzweiten der Vorrunde für den Hauptraster der besten Acht. Er traf auf Bischoy, den er in allen drei Sätzen fordern konnte, zwei Mal aber mit zwei Punkten Unterschied verlor. Thomas und Jakob waren aufgrund ihrer Ranglistenposition als Nummer zwei und drei fix im Hauptraster gesetzt. Jakob erwischte den stärksten aller Vorrundensieger, Paul Sukup von Gratwein-Straßengel. Der einzige Noppenspieler dieser Titelkämpfe zeigte großes Gespür für dieses Spiel – vielleicht sollten ja doch wieder mehr Jugendliche auf dieses Material setzen. Für Jakob reichte es nicht. Top eingestellt von SFP-Coach Tobias Scherer, der gemeinsam mit Gertraud Heigl an diesem Wochenende unseren Schützlingen zur Seite stand, konnte er den Schnittwechsel perfekt kontrollieren und mit 3:1 in Sätzen gewinnen. Im Halbfinale verlor Jakob – wieder einmal – gegen Bischoy Sarofem. Jakob gewann aber einen Satz und hatte diesmal wieder seine Chancen. Thomas Novak spazierte durch Viertel- und Halbfinale und stand im Endspiel also abermals Bischoy gegenüber. Im Gegensatz zum Vortag bestimmte diesmal Bischoy das Spiel, während Tomi eher auf sein starkes Schupf- und Blockspiel vertraute. Mit 11:8 im fünften Durchgang gewann an diesem Tag wieder der Don Bosco-Spieler. In den letzten acht Duell lautet das Head-To-Head der beiden Dauer-Kontrahenten 4:4. Das wichtigste aber ist: Zwei Minuten nach den Spielen können die beiden schon wieder miteinander Spaß haben und in drei Wochen werden sie bei den österreichischen Meisterschaften der U13 auch erstmals gemeinsam für die Steiermark um Medaillen kämpfen.

Die weiteren steirischen Meister

Auffällig war, dass die Meister bei diesen Titelkämpfen von sehr wenigen Vereinen kamen. Don Bosco dominierte mit den Sarofems (beide U13-Einzeltitel, dazu gemeinsam Gold im Mixed und Gold für Juliana mit Dashzeveg im Doppel). Langenwang war der stärkste Verein in der U11: Emilio Wildling drehte ein begeisterndes U11-Finale gegen seinen Klubkollegen Sebastian Haberl nach 0:2-Satzrückstand und Matchball gegen sich noch um und gewann schließlich im fünften Satz. Gemeinsam holten sie sich auch den Sieg im Doppel und im U11-Mannschaftsbewerb.

Bei den U11-Mädchen holte Marlene Regner Einzel-Gold vor der Fürstenfelderin Daniela Mitar und gewann auch im Doppel mit ihrer Klubkollegin Sabrina Tychi. Mitar holte vier Medaillen, Nadine Scheibl von Post drei. Auch die beiden Gratweiner Sukup und Max Urdl-Neuhold konnten sich mit insgesamt fünf Medaillen gut in Szene setzen. Für Mariazell holten Alex Prager/Lukas Rantschl Bronze im U13-Doppel. Liezen hat mit Daniel Frehsner, Jonas Hansche, Stefan Mörschbacher und Meris Turnadzic (jeweils Bronze im U11-Doppel) große Talente.

Aus der Rubrik „Tischtennis macht Spaß“: Anna Vallaster (TTC Übelbach) und…

…Daniela Mitar vom Atus Fürstenfeld, vierfache Medaillengewinnerin

SFP und Voitsberg als Veranstalter

Die Spielgemeinschaft Feldkirchen-Puch ist noch kein erfahrener Veranstalter, es waren die zweiten steirischen Meisterschaften für uns nach Weiz 2015. Diesmal haben wir mit dem Atus Voitsberg einen neuen, schlagkräftigen Partner gefunden. Die neue Vereinsführung rund um Hans Peter Mohoric versprüht viel Engagement, der Langzeit-Sektionsleiter Erich Focke stand uns als Oberschiedsrichter auch zwei Tage lang zur Verfügung. Bei der Abwicklung haben wir uns mit dem gemeinsamen Einmarsch der Spieler zur Musik von „Survivor“ (Eye Of The Tiger) und „AC/DC“ (Hells Bells) etwas Neues überlegt, das sehr gut angekommen ist.

„So einen Einmarsch hätte ich als Jugendspieler auch gerne erlebt. Wir müssen gemeinsam das steirische Tischtennis voranbringen. Das war eine super Aktion!“, äußerte sich Joschi Dirnberger von Gratwein-Straßengel stellvertretend für viele andere Vereinsvertreter.

Die Spieler nach dem gemeinsamen Einmarsch bei der Aufstellung.

Auch die Rosen für alle Mütter, die wir ihnen anlässlich des Muttertags, den sie mit ihren Kindern in der Sporthalle Voitsberg verbrachten, überreicht haben, sollen zeigen, dass wir uns für ein Gemeinsames zwischen Spielern, Betreuern, Funktionären und Eltern einsetzen. Bereits beim Abbau haben die beiden Vereine gemeinsam beschlossen, sich wieder für steirische Meisterschaften zu bewerben.

Es hat auch zwei negative Bewertungen von Eltern bezüglich unserer Durchführung gegeben, bei mehr als 100 Leuten in der Halle, die uns sehr viel Lob zukommen haben lassen, scheint uns das aber ein eher zu vernachlässigender Anteil zu sein. Aber wir nehmen das ernst, denn wir wollen uns ja selbst auch weiter verbessern. In diesem Sinne: Danke fürs Kommen, Gratulation an alle erfolgreichen Spielerinnen und Spieler und wir freuen uns auf weitere schöne Turniere in Voitsberg mit SFP-Beteiligung! Wir bedanken uns außerdem bei unseren größten Sponsoren: NCS Steinpflege, Flughafen Graz, Raiffeisenbank Thalerhof, Technopark Raaba und Jerich International.

Alle Bilder (700!) von der Veranstaltung von unserem Schriftführer und Webmaster Marco Umgeher gibt es in unserem Flickr-Account: