Print Friendly, PDF & Email

Im Racketlon ist Jonas Grafeneder große Erfolge gewohnt, da wurde er im Vorjahr schon Doppel-Staatsmeister. Jetzt feierte er beim Turnier in Deutschlandsberg im Doppel-D-Bewerb gemeinsam mit Markus Preschan seinen ersten Turniersieg nur mit dem Tischtennisschläger. Im Hauptbewerb wurde Tobias Scherer im Einzel Zweiter, das Doppel Scherer/Nöst Dritter.

Dass es einige SFP-Spieler gibt, die auch mit mehreren Schlägern in der Kombinationssportart Racketlon (Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis) sehr erfolgreich sind, dürfte den meisten Stammlesern unserer Seite bekannt sein. Einer davon ist Jonas Grafeneder, der sich im Oktober in Graz gemeinsam mit dem Vorarlberger Emanuel Schöpf sogar bereits zum Racketlon-Staatsmeister der allgemeinen Klasse gespielt hat. Beim wichtigsten Vorbereitungsturnier auf die Tischtennis-Frühjahrssaison – und gleichzeitig dem größten Tischtennisturnier der Steiermark mit heuer 110 Nennungen – in Deutschlandsberg, versuchte er sich mit nur einem Schläger. Und zwar sehr erfolgreich: Im Einzel gewann er in seiner Klasse bis 1050 RC-Punkte (Bewerb D) alle seine Vorrundenspiele und zog problemlos in das Achtelfinale der mehr als 40 Teilnehmer dieses Bewerbes ein. Dort war überraschend Endstation, weil er mit dem unorthodoxen Spiel von Andreas Schwammerlin (ATSE Graz/später Dritter) nicht zu Recht kam. Noch besser lief es im Doppel, wo er kurzfristig mit dem jungen Voitsberger Markus Preschan antrat (eigentlich wollte Jonas mit seinem Klubkollegen Attilio Mosettig – Vorjahreszweiter in Deutschlandsberg – spielen, dieser musste aber krankheitshalber absagen). Das junge Duo kämpfte gegen die zum Großteil deutlich routinierteren Paarungen hervorragend und zog in das Endspiel ein. Dort gab es ein extrem knappes Match gegen die Paarung Gerhard Krasser/Gerhard Huber von der IGE St.Peter im Sulmtal. Bei 9:9 im fünften Satz kam Markus zum Service und machte zwei direkte Punkte – Turniersieg! „Ich möchte Jonas und Markus auch auf diesem Weg noch einmal zu diesen starken Leistungen gratulieren, denn gerade für junge Spieler ist es nicht einfach, sich gegen die oft eigenartige Spielanlage inklusive schwieriger Beläge so mancher Athleten in diesen Bewerben durchzusetzen“, meinte SFP-Trainer Raimund Heigl, der das Erfolgsduo auch zum Turniersieg coachte.

Ebenfalls im Bewerb D im Einsatz waren drei weitere SFP-Nachwuchsspieler. Marco Sever hatte extrem viel Pech und verlor zwei Matches gegen deutlich vor ihm gereihte Spieler (Christoph Monschein und Martin Tretnjak) ganz knapp im fünften Satz. Er schied ebenso in der Gruppenphase aus wie Maxi Schauer, der einen Sieg verbuchen konnte. Jakob Remling spielte hervorragend und gewann überraschend seine Gruppe ohne Niederlage! Auch im Achtelfinale setzte er sich knapp durch, ehe auch er gegen Andreas Schwammerlin ausschied. Dennoch eine großartige Vorstellung des 13-jährigen SFP-Talents.

Am Sonntag wurden in Deutschlandsberg die Bewerbe C (bis 1400 Punkte) und der Hauptbewerb bis zur zweiten Bundesliga ausgetragen. Im C-Bewerb schaffte Thomas Kunz, der als Jugendlicher in Deutschlandsberg das Tischtennisspielen gelernt hat, den Aufstieg in die K.O.-Phase und gewann in seiner Gruppe gegen beide späteren Finalisten. Leider scheiterte er aber im Viertelfinale gegen den in Kärnten spielenden Sandor Kelemen.

Siegerehrung im Hauptbewerb (von links): Die Turnierleitung mit Franz Mandl, Wilfried Reiterer und Hans Amon mit Tobias Scherer (2.), Seriensieger Patrick Peitler und den beiden Dritten Philip Enz und Lukas Nepozitek.

Im Hauptbewerb war SFP mit fünf Spielern vertreten. Helmut Schwarz, der in Deutschlandsberg 2011 gewonnen hatte, scheiterte überraschend schon in der Gruppenphase. Die anderen vier SFP-Spieler schafften den Aufstieg ins Achtelfinale. Dort war für Herbert Sidak gegen den starken Burgenländer Philip Enz Endstation, ebenso wie für Alexander Nöst gegen Armin Siari (9:11 im 5. Satz). Raimund Heigl erwischte bei seinem Lieblingsturnier einen Supertag und krönte seine Leistung mit einem Achtelfinalsieg über Stefan Hufnagl (Leoben). Zuvor hatte er auch schon Gerhard Mlekusch (K), Yarman Almualem (erster Sieg im dritten Duell), Philipp Walter und seinen Klubkollegen Alex Nöst bezwungen. Im Viertelfinale unterlag er mit Tobias Scherer dem besten SFP-Spieler dieses Turniers. Dieser zog mit einem knappen 3:1-Erfolg über Enz in das Endspiel ein, wo er gegen Patrick Peitler 0:3 verlor. Im zweiten Satz hatte Tobias schon 10:4 geführt, vergab aber alle Satzbälle. Für Peitler war es der dritte Sieg in Folge in Deutschlandsberg.

Im Doppel kamen die steirischen Meister Scherer/Nöst ins Halbfinale, wo sie unglücklich gegen die späteren Sieger Lukas Nepozitek/Michael Rothschädl (Gratwein/Deutschlandsberg) verloren.

Das Turnier in Deutschlandsberg hat wieder gezeigt, welches Potenzial in unserem Sport steckt, wenn der Veranstalter mit Hingabe dabei ist. Die erfolgreichen Spieler durften sich nicht nur über Pokale, sondern auch über tolle Warenpreise freuen, die Turnierleitung ist eingespielt und klappte vorzüglich.

Ein Nachtrag noch zu einem anderen Vorbereitungsturnier, das vor zwei Wochen in Völkermarkt (Kärnten) stattfand. Dort erspielte sich unser Landesligaspieler Kevin Klemm einen tollen zweiten Platz. Dabei bezwang er unter anderem in der Gruppenphase den Bruck-Legionär Davide Infantolino aus Italien und im Halbfinale den Slowenen Matej Petar, der für Lavamünd spielt, ehe er im Endspiel ebenfalls gegen Patrick Peitler verlor.

Kevin Klemm (2. v. l.)spielte in Völkermarkt ein starkes Turnier und wurde Zweiter