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Der krönende Saisonabschluss der österreichischen Nachwuchs-Superliga findet traditionell am Palmsonntags-Wochenende in Linz statt. Heuer wurde auf 59 Tischen um Auf- und Abstiege sowie um die Qualifikation für das neue NSL-Jahr gekämpft.

„Jakob Remling auf Tisch 59“ – diese Ansage hatte der SFP-Nachwuchsspieler zuvor noch nie gehört. Tatsächlich wurden die U15-Qualifikationsgruppen, in denen Jakob sein Glück versuchte, beim vierten und letzten Durchgang der österreichischen NSL in der riesengroßen Tips-Arena auf den Tischen mit den höchsten Nummern gespielt. Jakob, der noch nie in Linz mit dabei gewesen war, erwischte einen guten Start und gewann gleich die ersten drei Matches. Nach einer Niederlage und einem weiteren Sieg beendete er die Vorrundengruppe überraschend auf Platz eins. Da sich die drei Erstplatzierten gegenseitig geschlagen hatten und auch die Sätze gleich waren, mussten die Punkte ausgezählt werden und da hatte Jakob das glücklichere Ende für sich.

Jakob Remling spielte in der Tips-Arena insgesamt ein gutes Turnier mit einigen Schwächephasen

In der Zwischenrunde lief es nicht so gut und er konnte nur einen weiteren Sieg nachlegen. Also spielte er am Sonntag noch um die Plätze 5 bis 8 unter 29 Qualifikanten und gewann beide Matches mit 3:0. „Ein fünfter Platz in seiner ersten U15-Quali kann sich durchaus sehen lassen. Die Bilanz fällt dennoch zwiespältig aus. Sowohl körperlich in punkto Bewegungsbereitschaft als auch spielerisch, wo ihm oft der Mut gefehlt hat, aktiv zu spielen, ist noch sehr viel Luft nach oben. Auf der anderen Seite platziert er dann wieder krachende Topspins auf die Linie in Serie oder überzeugt mit sensationeller Rückhand-Service-Annahme parallel auf Punkt. Sein Potenzial ist genauso groß wie seine Faulheit. Es war ein Auftritt zwischen Genie und Wahnsinn, der allen aus dem SFP-Team viele Nerven gekostet hat“, fasst Trainer Raimund Heigl die Leistungen seines Schützlings zusammen. Für eine Qualifikation wird der Platz wohl nicht reichen.

Thomas Novak belegte in der Gruppe 6 den siebenten Platz

So stark wie noch nie präsentierte sich auch unser Spieler Thomas Novak. Er spielte zum zweiten Mal in Folge in der Gruppe 6, für die er sich beim zweiten Durchgang in Tirol qualifiziert hatte. Zuletzt in Kärnten hat er Rang zehn geholt, diesmal kämpfte er sich erstmals in den K-.-o.-Raster der besten Acht. Im Viertelfinale verlor er gegen den späteren Sieger Lukas Schmidbauer (OÖ). In der Zwischenrunde unterlag er wieder einmal Bischoy Sarofem (Don Bosco), wobei er in zwei Sätzen hohe Vorsprünge noch aus der Hand gab. Das letzte Spiel gegen Sebastian Haberl (Langenwang) gewann Tomi dann mit 3:1 und sicherte sich somit den siebenten Rang. Am Tag nach dem Turnier wurde bekannt, dass das für den Aufstieg in die Gruppe 5 reicht!

Martin Brandstätter wurde 13. in der Topgruppe 1

Zum dritten Mal im obersten Stockwerk versuchte sich unser derzeit bester Nachwuchsspieler Martin Brandstätter. Und zum dritten Mal reichte es leider nicht, sich im Oberhaus zu behaupten, zumindest wenn nicht mehrere Spieler in der NSL aufhören. Martin verlor gleich zu Beginn gegen Philipp Patzelt und gegen Oliver Kolbert jeweils mit 2:3. Da nützte dann auch der sensationelle 3:1-Erfolg über Bundesligaspieler Michael Trink nichts. Auch am Sonntag folgte kein weiterer Sieg, womit es nur zum 13. und letzten Platz reichte. Im Hinblick auf die zweite Bundesliga ab Herbst ist jedenfalls noch einiges zu tun.

Ein Pauschallob gilt noch den Organisatoren von mehreren oberösterreichischen Vereinen, die eine Veranstaltung von dieser Dimension mit rund 250 Spielern ohne Probleme über die Bühne gebracht haben. Turnierleitung, Rahmenbedingungen, Buffet – da passt einfach immer alles!

Noch ein abschließender Blick auf die eindrucksvolle Szenerie in der Tips-Arena