ASV Puch (1949–1965)

ASV Puch Graz – Aufbau und die frühen Jahre (1949-1965)

Ein geordneter Spielbetrieb war in der Nachkriegszeit schwierig aufzuziehen, ganz zu schweigen von einer Teilnahme an Meisterschaften. Bälle und Tische waren im Handel nicht zu bekommen. Die ersten zwei Tische wurden daher in der Werkstischlerei gefertigt.

Das Spiellokal in der Puchbaracke, Heimstätte von 1949 bis 2000.

Das Spiellokal in der Puchbaracke, Heimstätte von 1949 bis 2000.

Einzig das Spiellokal war in der Puchstraße vorhanden. 1949 wurde mit dem Einsatz bei Mannschaftsmeisterschaften und Turnieren begonnen. In Austria Graz (dem heutigen Atus), dem Polizeisportverein und UHK fand man vorerst unbezwingbare Gegner vor, 1955 wurde das erste Johann-Puch-Tischtennisturnier veranstaltet.

1957 trat der damalige steirische Meister Hans Plha in die Firma und den Verein ein. Mit ihm gelang Puch 1 der Durchbruch und Aufstieg in die Landesliga. 1961/62 wurde Puch mit Plha (inzwischen im österreichischen Nationalteam), Helmut Mörth, Rudolf Willingshofer und Terschek erstmals steirischer Mannschaftsmeister.

Hans Plha.

Hans Plha.

Das Duo Mörth/Plha holte sich 1962 den österreichischen Meistertitel im Herrendoppel. Bei Gründung der Staatsliga 1962 war Puch als Landesmeister automatisch spielberechtigt. Im ersten Jahr wurde gleich der Staatsliga-Vizemeistertitel eingefahren. 1963 wurde Helmut Mörth steirischer Meister im Einzel. 1964 verzichtete Puch nach Abgang der Spieler Conrad Köllner und Helmut Karner (sie übersiedelten nach Wien bzw. München) auf eine Staatsliga-Teilnahme und trat in der Regionalliga an. Mit Neuzugang Gottfried Mauerhofer wurde aber sogleich der Meistertitel gewonnen. In diesem Jahr war Puch mit insgesamt neun Mannschaften in der Meisterschaft vertreten.

Hans Plha und Gottfried Mauerhofer bei einem Auftritt in der großen Halle in der Puchstraße ("Fußballerhalle").

Hans Plha und Gottfried Mauerhofer bei einem Auftritt in der großen Halle in der Puchstraße („Fußballerhalle“).

Im Jahr 1965 war Puch mit Plha, Mauerhofer und Josef Bauregger, der von UHK kam, in der Staatsliga wieder vorne dabei. Nach hartem Kampf verlor man das direkte Aufeinandertreffen mit BBSV Wien und wurde letztlich Dritter. Bauregger wurde sterischer Meister, kehrte dann aber wieder zu UHK zurück. Hans Plha und Ingrid Forstner sicherten sich die Titel bei den Grazer Stadtmeisterschaften.