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Bei den steirischen Mannschaftsmeisterschaften in Kapfenberg holten Jakob Remling und Thomas Novak sowohl in der U15 als auch überraschend in der U18 die Bronzemedaille.

Die steirischen Meisterschaften der Teams wurden heuer zum ersten Mal zusammengefasst an einem Wochenende ausgetragen. Am Samstag fanden die Bewerbe U13 und U18 statt, am Sonntag folgten U11 und U15. SFP war mit Jakob Remling und Thomas Novak (beide 14) in der U18 und in der U15 dabei.

Der Samstag sollte eigentlich nur zum „Einspielen“ für Sonntag dienen und um gegen die besseren Gegner aus den höheren Ligen einmal zu schauen, wie groß der Abstand ist. Zumindest im Doppel gar nicht so groß, denn unser Meisterdoppel von 2017, damals in der U13, präsentierte sich sowohl gegen Don Bosco (Matlschweiger/Sarofem) als auch gegen Kapfenberg (Grünsteidl/Galitschitsch) von seiner besten Seite und zwang beide Doppel in den fünften Satz, wo man auch nur knapp unterlag. Und auch in den Einzelpartien konnten Jakob und vor allem Tomi sehr gut mithalten. Gegen Indigo mit David Pölzl und Florian Nickel ging es dann um die Bronzemedaille. Das Doppel war wieder sehr gut, vor allem Jakob zeigte hier viel Spielübersicht und perfektes Blockspiel. Im Einzel spielte dann Tomi groß auf: Nach dem erwarteten Sieg gegen Pölzl konnte er den punktemäßig doch deutlich besser platzierten Florian Nickel, der seit Saisonbeginn in der Landesliga spielt, besiegen. Damit endete die Partie mit 3:1 (Jakob hatte gegen Florian verloren) für SFP. Die Kür war geschafft, am nächsten Tag sollte die Pflicht folgen, denn eine weitere Bronzemedaille war aufgrund der Rangliste zu erwarten.

Siegerehrung U18 mit Don Bosco (links/2.), Kapfenberg (Mitte/1.) und SFP (rechts/Thomas Novak und Jakob Remling/3.)

Los ging es in der Gruppenphase mit zwei Pflichtübungen gegen UWK und gegen Indigo2, die jeweils mit 3:0 an unser Team gingen. Danach kam es zum gruppen-Showdown gegen Langenwang, das mit Sebastian Haberl und Emilio Wildling zwei der aufstrebendsten Spieler der Steiermark stellt, dazu kam im Doppel Valentino Wildling. Doppel spielen können die beiden SFPler, das bewiesen sie auch in diesem Spiel und holten sich nach spannendem Verlauf mit 3:2 in den Sätzen den Sieg. Danach sollte es zwei Mal sehr emotional werden. Zunächst traf Tomi auf Sebastian, mit dem er im Frühjahr überraschend den U15-Meistertitel im Doppel gewonnen hatte. Sebastian rockt schon die Unterliga Nord, während sich Tomi in der Süd-Variante noch sehr schwer tut. Doch es entwickelte sich ein enger Schlagabtausch, der ebenfalls über die volle Distanz ging. Bei 9:9 im fünften Satz gab es das letzte Timeout. Zwei Eigenfehler von Tomi besiegelten leider die knappe Niederlage. Danach versuchte Jakob gegen Emilio das Ruder noch einmal zugunsten von SFP herumzureißen. Doch seine Nerven spielten ihm leider einen Streich und er konnte seine Bestform nicht erreichen. Mit dem anschließenden klaren 0:3 von Jakob gegen Sebastian war die Sache besiegelt, Langenwang zog in das Finale gegen Don Bosco ein, das sie letztlich überraschend mit 3:2 gewannen, und SFP blieb das Spiel um Platz drei gegen Indigo1. Jetzt war Trainer Raimund Heigl als Motivator gefragt, denn obwohl man ja als Außenseiter in die Partie gegen Langenwang gegangen war, sorgte der Verlauf für einen emotionalen Ausnahmezustand in den Köpfen beider SFP-Spieler. Doch nach einigen Minuten Ansprache in der Kabine und später auch noch an der Bande waren sie zwar weiterhin grantig, aber zumindest wieder halbwegs aufnahmefähig. Das Doppel war eine relativ klare Sache für Jakob und Tomi, die damit am Sonntag in dieser Wertung ungeschlagen blieben. Im ersten Einzel blieb Jakob mit Tugsargal Dashzeveg halbwegs problemlos siegreich. Also lag es an Thomas, gegen seinen Angstgegner Tobias Hold den Sack zuzumachen. Mit dem aggressiven Angriffsnoppenspiel des Enkels von Toni Hold hatte Tomi zunächst große Probleme und es stand rasch 0:2. Doch diesmal konnte sich der SFP-Spieler noch einmal zusammenreißen, kam spielerisch mit dem ungewohnten Stil des Gegners immer besser zurecht und siegte schließlich im fünften Satz ganz deutlich. Nach einer emotionalen Achterbahnfahrt war also auch die Pflichtmedaille eingefahren und bei der Siegerehrung war den beiden auch schon wieder zum Lachen zu Mute.

Als das Lachen wieder zurückkehrte: Jakob und Tomi holten sich zwei Mal Platz drei