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Mit acht Herren- und einer Damenmannschaft war die SPG Feldkirchen-Puch in dieser Saison in den Ligen vertreten. Wie es aussieht spielen wir überall dort, wo wir hingehören, denn es gab keinen Aufstieg, aber auch keinen Abstieg. Und trotzdem viel zu erzählen…

SFP1 (2. Bundesliga): Nach dem Abgang von Alexander Nöst nahm heuer erstmals Martin Brandstätter (18) die dritte Position ein. Es sollte ein Aufbaujahr sein, weil Tobias Scherer nächste Saison nicht mehr auf der Juniorenposition (plus zwei Jahre) spielen darf. Unser Team hielt sich sehr gut, nach der Hinrunde lagen wir auf dem fünften Platz der Gruppe B, nur zwei Punkte hinter dem Zweiten! Im Frühjahr konnten wir nicht immer in Bestbesetzung antreten und verloren auch deshalb, aber auch weil die Form aus dem Herbst nicht ganz gehalten werden konnte, einen Platz. Mit dem sechsten Rang können wir trotzdem zufrieden sein, zumal wir in 22 Spielen nur fünf Mal verloren haben, der beste Wert seit wir in der Bundesliga spielen. Zum Vergleich: In unserem Aufstiegsjahr – in eigentlich ähnlich starker Besetzung – hatte es noch elf Niederlagen in 22 Matches gesetzt. Unsere Nummer eins, Gregor Zafostnik, war vor allem im Herbst entfesselt, da verlor er nur zwei Partien – gegen Balasz Fixl und Tomas Janci – bei 30 Siegen. Dass er das im Frühjahr nicht ganz halten konnte, war zu befürchten, mit 26:6 zeigte er aber auch da, was wir an ihm haben: eine sehr verlässliche Nummer eins. Tobias Scherer spielte abermals eine solide Saison, einige knappe Niederlagen verhinderten ein noch besseres Ergebnis, aber mit 32:31 spielte er wieder positiv und war so nebenbei der fleißigste Spieler der Liga – kein anderer absolvierte so viele Spiele. Apropos fleißig: Kein anderer Verein der Liga absolvierte so viele Doppel wie wir und kein anderer gewann annähernd so viele: In den 22 Matches gingen wir 16 Mal (!) über die volle Distanz, das Doppel wird ja in der Bundesliga am Ende als Entscheidungspartie gespielt. Und 11 dieser 16 Doppel haben wir gewonnen, alle in der Besetzung Zafostnik/Scherer. Martin Brandstätter musste in seiner Premierensaison oft Lehrgeld zahlen, hielt aber auch oft gegen die Topspieler gut mit. Sein persönliches Highlight war sicher der Sieg gegen Christian Wolf, der das Jahr auf Rang acht der Einzelrangliste beendete. Martin spielte am Ende 8:46, da wäre mit der neu gewonnenen Erfahrung noch viel Luft nach oben. Das Topduo Zafostnik/Scherer wird jedenfalls auch im nächsten Jahr Garant für eine gute Platzierung in der dann reformierten Liga sein.

SFP-Bundesliga-Erfolgsduo seit vier Jahren: Gregor Zafostnik und Tobias Scherer

SFP2 (Landesliga): Das war ein extrem schwieriges Jahr für unsere zweite Mannschaft, das mit Rang acht und dem fixen Klassenerhalt endete. Und zwar ganz egal, welche Entscheidungen in der Bundesliga getroffen werden (Gratwein und Leoben müssen wahrscheinlich zwangsabsteigen, weil sie eine Nachwuchsregelung nicht eingehalten haben, Kapfenberg 2 ist Letzter geworden). Wegen des Aufrückens von Martin Brandstätter in die Bundesliga mussten wir einen neuen Junior für die Landesliga suchen. Nachdem unsere beiden stärksten Nachwuchsspieler Thomas Novak und Jakob Remling für diese Aufgabe aus der Sicht der sportlichen Führung noch nicht reif waren, konnten wir Thomas Strommer von Ligist für ein Jahr ausleihen. Thomas hatte eine gute Oberliga-Saison gespielt, tat sich aber von Anfang an in der Landesliga schwer, vor allem, weil er extrem oft knappe Matches im fünften Satz verlor. Einige Siege steuerte er im Herbst dennoch bei und unsere beiden Topspieler Kevin Klemm und Herbert Sidak zeigten gute Leistungen und so stand das Team gut auf Rang fünf nach der Hinrunde, nur zwei Punkte hinter dem Dritten, da. Doch nach fünf Frühjahrsrunden dann die Hiobsbotschaft: Unsere Nummer eins, Kevin Klemm, verletzte sich bei einem Fußballturnier schwer. In einer Notoperation musste ihm die Milz entfernt werden, zwei Tage lang lag er auf der Intensivstation! Mittlerweile können wir Entwarnung geben, er hat sich gut von dem Eingriff erholt, alle entsprechenden Maßnahmen wurden getroffen (viele Impfungen, um die Infektionsgefahr, die ohne das wichtige Abwehrorgan Milz nicht mehr gegeben ist, abzufangen), und Kevin befindet sich auf dem Weg der Besserung. Im Herbst 2019 sollte er in seine Mannschaft zurückkehren können. Angesichts der zu diesem Zeitpunkt guten Tabellensituation und der Aussicht von SFP3, noch um den Aufstieg aus der Oberliga mitspielen zu können, entschloss sich SFP-Sportdirektor Raimund Heigl, nur vier Monate nach seiner Hüftoperation von der Unterliga direkt wieder in die Landesliga zu wechseln. Und es ging ihm ähnlich wie Thomas Strommer: Er war keinesfalls chancenlos, dennoch musste er sich oft nach tollem Kampf knapp geschlagen geben. Am Ende reichten der Sieg gegen Zeltweg2 und das Unentschieden gegen Kapfenberg4 zum Klassenerhalt. Bei nur zwei Punkten mehr wäre es sogar Rang sechs geworden. Für die nächste Saison wird die Mannschaft verändert, weil Thomas Strommer für die Juniorenposition zu alt ist. Alles weitere nach dem Ende der Transferperiode.

SFP3 (Oberliga): Während andere Mannschaften mit ziemlicher Verbissenheit in dieser Liga unterwegs waren, ging unser Team mit Helmut Schwarz, Heimo Zenz und Philip Hiden mit großer Gelassenheit an die Sache heran. Man wusste, dass man ein starkes Team ist, und dass man auch die besten fordern kann, dass aber wegen geringeren Trainingsaufwands als früher auch die eine oder andere Niederlage passieren kann. Aber mit dem Abstieg werde man nichts zu tun haben, also konnte man ziemlich befreit aufspielen. Das gelang immer wieder mit Bravour, wie zum Beispiel beim Sieg über Tabellenführer Übelbach/Don Bosco am Ende der Herbstsaison, auf der anderen Seite passierten aber auch Niederlagen wie gegen Kapfenberg5, die man so nicht unbedingt einkalkuliert hatte. In der Rückrunde gab es zahlreiche gesundheitsbedingte Ausfälle, wie zum Beispiel in dem so wichtigen Spiel gegen Gratwein2. Am Ende wurde es Rang vier, in einer extrem starken Liga ein sehr respektables Ergebnis. Bis zur letzten Runde war auch noch Rang zwei und damit der Aufsteig in die Landesliga möglich. Angesichts der schwierigen Situation im Nachwuchsspielerbereich wäre ein Aufstieg aber ohnehin nicht so sinnvoll gewesen.

SFP4 (Unterliga Süd): Und auch da war es kompliziert, aber unser Team konnte einen starken fünften Platz herausholen. Das war in der Stammbesetzung Robert Temmer, Gertraud Heigl und Thomas Novak, punktuell verstärkt durch Raimund Heigl und Hans Peter Kopp, nicht unbedingt zu erwarten. Doch vor allem Robsi zeigte in seinem x-ten Frühling, dass er noch nicht abzuschreiben ist und wurde Ranglistendritter. Das 3:0 gegen Titelfavorit Deutschlandsberg zeigte, dass er auch gegen die besten der Liga noch konkurrenzfähig ist und gewinnen kann. Leider für unsere Freunde aus Deutschlandsberg hatte das den verpassten Meistertitel zur Folge. Auch die Doppel mit den Heigl-Geschwistern gestaltete Robert sehr erfolgreich – 6:4 mit Gertraud, 7:0 mit Raimund. Thomas Novak steigerte sich, wie erwartet, im Laufe der Saison und kann nächstes Jahr sicher schon mehr als seine heuer acht Siege beitragen.

Obmann Harald Pracher und Sportchef Raimund Heigl lenken die Geschicke von SFP

SFP5 (Gebietsliga Graz): In den vergangenen Jahren haben wir sie unsere Sorgenkind-Mannschaft genannt, und dennoch haben sie eines immer geschafft: den Klassenerhalt. Da war oft viel Glück dabei, denn es gab schon Jahre, da war man eigentlich fix abgestiegen, doch durch glückliche Zufälle bei den Abstiegen aus den höheren Ligen oder Mannschaftszurückziehungen hat es dann doch gereicht. Doch heuer war das anders, eine so hohe Anzahl an Siegen (11!)hat SFP5 in den vergangenen zehn Jahren nie erreicht. Und dennoch war wieder etwas Bauchweh dabei, denn nach fünf Frühjahrsrunden lag das Team an der neunten Stelle, punktegleich mit dem Zehnten. Und da man wusste, dass alle Absteiger aus der Unterliga in die Gebietsliga Graz kommen würden, war klar, dass dieser Rang den bitteren Gang in die 1. Klasse bedeuten würde. Doch ab dann haben Thomas Kunz, Christian Vretscha und Andi Gogolin alles richtig gemacht: Sie starteten eine Siegesserie, gewannen fünf Partien in Folge und ließen in der letzten Runde ein Remis folgen und beendeten die Saison daher sensationell auf Rang sechs. Im Frühjahr wurde es sogar Rang vier. Acht Matches endeten mit 6:4, sieben weitere mit 6:3, eines ging 5:5 aus. Nur sechs endeten höher, je drei für und je drei gegen uns.

SFP6 (Gebietsliga Südwest): Komplizierte Saison? Wenn diese Umschreibung hier schon gefallen ist (Landesliga, Unterliga, Gebietsliga Graz), dann trifft sie mit Sicherheit auch auf dieses Team zu. Manfred Klinger, Peter Waiker, Sebastian Nowak, Hannes Offenbacher und im Frühjahr auch Jakob Remling sowie aushilfsweise auch Jonas Grafender – der große Kader lässt schon darauf schließen, dass auch hier die Gesundheit der Spieler nicht unbedingt die Beste war. Am Ende wurde es Rang sechs und damit ein solides Ergebnis. Für die älteren heißt es in den kommenden Jahren, auf ihre Gesundheit zu schauen (wenn das immer so einfach wäre) und für die jüngeren, sich zu stabilisieren und zu Leistungsträgern zu werden.

SFP7 (1. Klasse Graz): Und noch eine komplizierte Saison! Am Anfang des Jahres plante Kapitän und Rechnungsprüfer Attilio Mosettig mit Obmann Harald Pracher und Schriftführer Marco Umgeher, also einem echten Funktionärsteam. Doch dann haben sich die beiden Letzteren beruflich verändert und es wurde alles anders. Zwar gab es mit Heli Burschet und Neuzugang Walter Flock guten Ersatz, doch auch der war leider nicht immer fit. Das angestrebte Saisonziel Platz neun wurde auch dank der Verstärkung durch Jürgen Neuhold im Frühjahr mit dem achten Platz klar überboten… Für die nächste Saison wird es sicher keine großen Änderungen geben, dennoch wird man sich die eine oder andere punktuelle Verstärkung überlegen müssen.

Martina Meißl spielte für SFP8 in der Herrenmeisterschaft sowie in der Damenliga und schaffte die größte Verbesserung aller SFP-Spieler

SFP8 (1. Klasse Südwest): Viel Freude machte uns unsere „niedrigste“ Herren-Mannschaft, wobei da mit Martina Meißl und Heike Koller auch zwei Damen sehr schlagkräftig am Erfolg mitgewirkt haben. In dieser 14er-Liga ging es zunächst darum, das obere Play-off der besten sieben zu erreichen. Franz Graßl und Kapitän Christian Novak feierten ihre Meisterschaftsdebüts, auch Christian Ast war ein paar Mal mit dabei. Das gelang erst auf den letzten Drücker und im Frühjahr folgten dann weitere Topspiele. Herausragend waren dabei Thomas Tropper, der gegen Lieboch sogar Herwig Posedu bezwang, und Werner Schindling, der sich ohne viel Training neben Tennis (Landesliga A) und Squash (Landesliga) ein drittes Racket-Standbein schuf. Dass er so nebenbei Racketlon-Staatsmeister in diesen drei Disziplinen ist (Split-Turnier ohne Badminton), versteht sich fast von selbst. Im oberen Play-off gab es dann durchwegs gute Leistungen und am Ende wurde das Team mit dem fünften Platz belohnt.

SFP1 Damen (Damenliga): Auch in der Damenliga liegt unser Team im Mittelfeld der zwölf Teams – Rang acht eine Sammelrunde ist aber noch zu spielen. Die Platzierung steht hier aber nicht im Vordergrund, es galt, allen interessierten Spielerinnen einen Platz in der Meisterschaft zu bieten. Mit Martina Meißl, Heike Koller, Silvia Frühwirth, Silvia Frühwald und Magdalena Wagner ist das gut gelungen, während unsere Topspielerinnen Gertraud Heigl und Irmgard Fruhwirth auf Einsätze verzichteten. Da jetzt wieder einige hoffnungsvolle Talente heranreifen und auch der Bedarf nach einem weiteren Topteam im steirischen Damentischtennis immer greifbarer wird, könnte es durchaus sein, dass der Verein seine Bemühungen im Damenbereich intensiviert und neben dem Damen-Landesligateam mittelfristig eine weitere Mannschaft in einer höheren Liga (Regionalliga, 2. Bundesliga?) zum Einsatz bringt.